Ursprünglich kommt der Kunstradsport aus den USA, wo er schon vor 1900 von Radakrobaten, die damit ihren Lebensunterhalt verdienten, betrieben wurde. Im Radfahrerverein Inheiden liegen die Anfänge des Kunstradsports im Jahr 1953. In diesem Jahr schaffte der Verein die damals noch so genannte erste Saalmaschine an.

Im Kunstradfahren werden folgende Disziplinen unterschieden:
•    Einer-Kunstradfahren
•    Zweier-Kunstradfahren
•    Vierer-Kunstradfahren
•    Sechser-Kunstradfahren
•    Vierer-Einradfahren
•    Sechser-Einradfahren

Welt- und Europameistertitel werden in den Disziplinen 1er und 2er Kunstradsport der Männer bzw. Frauen vergeben, wobei Deutschland als qualitative und quantitative Hochburg des Kunstradsports auch nationale Meisterschaften im 4er und 6er Kunstradfahren der Männer und Frauen bzw. im 4er und 6er Einradfahren der Männer und Frauen austrägt. Die Meisterschaften werden auf Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene, in den Kategorien Elite (Männer und Frauen), Junioren/Jugend (männlich/weiblich) sowie Schüler und Schülerinnen ausgetragen.
Beim Einer-Kunstradfahren werden die Übungen von einem Sportler auf einem Spezialrad gezeigt. Je nach Altersklasse ist die Anzahl der ins Programm aufzunehmenden Übungen beschränkt. Für das Fahren eines Programms ist ein Zeitlimit von fünf Minuten gesetzt.

Im Zweier-Kunstradfahren besteht die Kür aus zwei Teilen. In einem Teil fahren die Sportler/innen auf zwei Rädern Übungen, die auch aus dem Einer-Kunstradfahren bekannt sind. In dem anderen Teil nutzen die Sportler gemeinsam ein Rad.
Beim Kunstrad handelt es sich um ein handgefertigtes Personenrad, das mit Spezialreifen für eine sichere Bodenhaftung auf ebener Fläche ausgestattet ist. Die starre 1:1-Übersetzung ermöglicht schnelles Anfahren und Bremsen, außerdem ist durch den Starrlauf auch rückwärts fahren möglich. Der Lenker und der Sattel sind so beschaffen, dass man mit rutschfesten Gymnastikschuhen darauf stehen kann. Des Weiteren gibt es als Auftritte Dornen jeweils vorne und hinten in der Mitte der Reifen.
Neben den rutschfesten Gymnastikschläppchen tragen die Sportler in der Regel eine feste Gymnastikhose bzw. Leggins und ein Trikot

Alle Übungen im Kunstradfahren werden aus einem international geltenden Reglement ausgewählt. Sie müssen für die Kür vorausgewählt und bei dem Kampfgericht mithilfe standardisierter Formulare, den Wertungsbögen, eingereicht werden. Jede Übung hat einen Punktwert, welcher die Schwierigkeit der Übung berücksichtigt. Das Programm legt den Ablauf der Kür fest, für Nichteinhaltungen gibt es Abzüge für welche die Jury verantwortlich ist. Bei den Abzügen unterscheidet man in Abzüge bei der Schwierigkeit und Abzüge in der Ausführung

Abzüge in der Schwierigkeit:
•    wenn die Übung nicht die komplette Wegstrecke gezeigt wird
•    bei Nichteinhalten der Reihenfolge
•    wenn die Übung nicht korrekt ausgeführt wird
•    bei Zeitüberschreitung

Abzüge in der Ausführung:
•    bei sichtbaren Unsicherheiten (Haltung, Fahrstil, unregelmäßiger Tritt, Streckfehler)
•    bei unsauberer Ausführung
•    bei Überfahren der Flächenbegrenzung
•    bei unkorrektem Abgang vom Rad (Fallenlassen des Rades am Ende der Kür)
•    bei Stürzen und kurzen Bodenberührungen (Tipper)


Das Kunstrad
Beim Kunstrad handelt es sich um ein handgefertigtes Personenrad, das mit Spezialreifen für eine sichere Bodenhaftung auf ebener Fläche ausgestattet ist. Die starre 1:1-Übersetzung ermöglicht schnelles Anfahren und Bremsen, außerdem ist durch den Starrlauf auch rückwärts fahren möglich. Der Lenker und der Sattel sind so beschaffen, dass man mit Gymnastikschuhen darauf stehen kann. Des Weiteren gibt es als Auftritte Dornen jeweils vorne und hinten in der Mitte der Reifen.

in Bearbeitung